Technologien

Lasermarkiersysteme unterscheiden sich in erster Linie durch die in ihnen verbauten Strahlquellen (Emitter). Die bekanntesten Systeme sind Faserlaser (FAYb), Festkörperlaser (YAG, Vanadatlaser) und CO2-Laser. Jeder Emitter verfügt dabei über besondere Vor- und Nachteile und eignet sich für das Bearbeiten von diversen Materialen.

Faserlaser (FAYb)

Ein Faserlaser ist eine spezielle Form des Festkörperlasers. Der dotierte Kern einer Glasfaser bildet bei einem Faserlaser das aktive Medium. Es handelt sich also um einen Glaslaser mit Lichtwellenleiter-Eigenschaften. Die Laserstrahlung, welche durch die laseraktive Faser geleitet wird, erfährt aufgrund der großen Länge eine sehr hohe Verstärkung. Mit einer Wellenlänge von 1.064nm erzielen Faserlaser einen äußerst kleinen Fokusdurchmesser. Faserlaser werden im Allgemeinen optisch gepumpt, indem parallel zum Faserkern in dessen Mantel oder in diesen selbst Strahlung von Diodenlasern eingekoppelt wird.

Faserlaser verfügen über einzigartige Eigenschaften, so z. B. elektrisch-optische Wirkungsgrade bis über 30 %, herausragende Strahlqualität, hohe Lebensdauer und einen kompakten, wartungsfreien und unempfindlichen Aufbau.

Für diese Materialien geeignet: Metalle, beschichtete Metalle, Kunststoffe.

Festkörperlaser (YAG, Vanadatlaser, DPSS)

Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser) oder Nd:YVO-Laser (Neodym-dotierter Yttrium-Ortho-Vanadat-Laser) sind Festkörperlaser, welche als aktives Medium einen Neodym-dotierten YAG-Kristall verwendet und meist infrarote Strahlung mit der Wellenlänge 1064nm emittiert. Im Gegensatz zu Faserlasern haben diese Lasertypen die relativ kostspieligen Pumpdioden als Verschleißmaterial. Auch der Kristall selbst hat eine deutlich niedrigere Lebensdauer als der Faserlaser.

DPSS (diode pumped solid state; auch DPSSL) ist die Abkürzung für einen mit der Strahlung von Diodenlasern gepumpten Festkörperlaser. Durch Anregung mit Diodenlasern lassen sich Pumpeffizienz und Strahlqualität wesentlich steigern. Diodengepumpte Festkörperlaser lösen mehr und mehr die bisher üblichen, mit Gasentladungslampen gepumpten Festkörperlaser ab.

Für diese Materialien geeignet: Metalle, beschichtete Metalle, Kunststoffe, z.T. Keramik.

CO2 Laser

Ein Kohlendioxidlaser, CO2-Laser oder Kohlenstoffdioxidlaser bezeichnet eine Laserklasse unterschiedlicher Bauformen aus der Gruppe der Gas-, Molekül- und Infrarotlaser im mittleren Infrarot. Sein Lasermedium ist Kohlenstoffdioxid. Er zählt neben den Festkörperlasern zu den leistungsstärksten und am häufigsten industriell eingesetzten Lasern. Sie eignen sie sich vorrangig zum Bearbeiten von nicht-metallischen Materialien und den meisten Kunststoffen. Es können Ausgangsleistungen von bis zu 80 kW und Pulsenergien bis 100 kJ erreicht werden. Ein CO2-Laser produziert einen Strahl von Infrarotlicht mit einer Wellenlänge in den Bändern von 9,4 und 10,6 µm. CO2-Laser haben einen relativ hohen Wirkungsgrad und eine sehr gute Strahlqualität. Sie sind relativ effizient und kostengünstig, weswegen sie besonders in der industriellen Materialbearbeitung eingesetzt werden.

Für diese Materialien geeignet: organische Materialien wie Papier, Holz, Leder, Lebensmittel, sowie Acryl, Textilien, Kunststoffe, Folien, Glas, Stein.

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